Putumayo presents

Reggae Around The World

EXIL 8494-2
LC 8972
Distribution: INDIGO

Vor fast dreißig Jahren begann der Reggae seinen Zug um den Globus. Desmond Dekker eroberte europäische und amerikanische Charts, Jimmy Cliff verkaufte allein in Afrika eine halbe Million Singles, und Bob Marley überragte alle Riddims auf dem internationalen Parkett. Inzwischen hat jeder Kontinent, jedes Land seine eigenen Reggae-Stars, während Musiker aus anderen Genres wie Blues oder Jazz sich vom karibischen Backbeat beeinflussen lassen.

Reggae Around The World zeigt, wie Reggae Music sich um den Erdball verbreitet hat und welche spannenden Symbiosen Musiker aus den verschiedensten Kulturen mit dem jamaikanischen Rhythmus gesucht und gefunden haben. Daß das australische Didgeridoo ebenso reggae-tauglich ist wie der Samba-Rhythmus aus Brasilien oder eine klassische Jazz-Gitarre, und daß so unterschiedliche Elemente auf einem Album auch noch ungebrochen Hörspaß bereiten, beweist Reggae Around The World.

Lucky Dube kommt aus dem südafrikanischen Transvaal. Sein erstes Album war dem damaligen Regime zu radikal und wurde verboten; heute ist Dube der Superstar der afrikanischen Reggae-Szene und ist aus dem Schatten seines Vorbildes Peter Tosh längst herausgetreten. Er wurde als erster südafrikanischer Musiker 1991 auf dem Reggae Sunsplash-Festival in Jamaika gefeiert. In seiner extrem eingängigen Musik sind beschwingte Zulu-Jives gelegentlich nicht zu überhören, und die hat er bereits auch in Japan und Australien live vorgestellt.

Down under in Australien arbeitet die Aborigines-Band Blekbala Mujik das Didgeridoo in ihren Reggae ein, und die Kombination funktioniert sehr relaxt und überhaupt nicht rootsy. Die Gruppe zählt neben Yothu Yindi heute zur Spitze der wachsenden Zahl von Rockbands, deren Mitglieder aus der Ureinwohnerschaft des Kontinents stammen.

Samba-Reggae gilt in Brasilien inzwischen als eigenständige musikalische Kategorie. Der in unseren Breiten noch nicht bekannte Musiker Zeca Baleiro steht mit seinem auf einem Song der Region Maranho basierenden "Salao De Beleza" dafür und präsentiert Lebensgefühl aus dem nördlichsten Bundesland Brasiliens.

Die sudanesische Sängerin Rasha arbeitet mit Streich- und Blasinstrumenten, die auf ihren warmen Gesang in Unisono-Riffs antworten, während die Perkussion den Reggae-Backbeat liefert. Es scheint, als seien alte nubische Elemente, wie Ali Hassan Kuban sie verwendet, in ihrem "Salib Fuadi" enthalten.

Auch in Mali ist Reggae populär: Askia Modibo hat sich nach verschiedenen musikalischen Streifzügen - er hat unter anderem auch mit Alpha Blondy gearbeitet - ausschließlich dem Reggae verschrieben. "Wadjou" enthält eine seiner vielen religiös geprägten Botschaften.

Der nigerianische Reggae-Spezialist Majek Fashek hat sein Album "Rainmaker" auf Tuff Gong, dem legendären Label Bob Marleys, veröffentlicht. Von "Rainmaker" stammt die vorliegende Auskopplung "Promised Land", die ganz in der Tradition vieler Reggae-Poeten Afrika als die Alternative zu Babylon feiert.

Ein Vertreter der alten Garde aus Jamaika ist Ernest Ranglin. Ranglin katapultierte die Ska-Nummer "My Boy Lollipop" einst in die britschen Charts und löste damit nicht nur bei den englischen Rudies Aufregung aus. Der Gitarrist ist aber nicht im Ska hängengeblieben. Heutzutage experimentiert er mit jazzigen Gitarrenläufen, wie "Stop That Train" belegt, und arbeitet mit afrikanischen Stars wie Baaba Maal zusammen.

Das Kreyol Syndikat ist in Paris ansässig, aber die Bandmitglieder kommen aus Martinique und Westafrika. Die Musiker repräsentieren mit ihrem Aufruf zur weltweiten Einheit aller - "Roots Ragga" - die französische Reggae-Welle.

Stark an Bob Marleys Riddims orientiert sich Rocky Dawuni auf seinem "In Ghana", wo der Shooting Star aus Ghana seinem Heimatland zu vierzig Jahren Unabhängigkeit gratuliert.

Burning Spear braucht man einem Reggae-Fan nicht vorzustellen. Mit "Jordan River" stellt Reggae Around The World einen Song von einem der bedeutendsten Alben der Reggae-Geschichte vor: "Marcus Garvey" machte Burning Spear in den siebziger Jahren weltweit bekannt. Nicht nur musikalisch, sondern auch mit seiner Botschaft führte Spear die Hörer "in the promised land", wie das Textheft zu Reggae Around The World sensibel formuliert. "It is quintessential roots reggae..."

Das Textheft zur Compilation bietet auf 19 Seiten wissenswerte Informationen zu den Musikern und ihren Songs und listet die Herkunft der einzelnen Tracks auf. Außerdem erfährt der Leser, daß Putumayo sich einmal wieder einem karitativen Zweck widmet.

Als Zugabe bietet die CD einen bisher nicht veröffentlichten Titel von Peter Rowan. Seine Version von "No Woman, No Cry" wurde 1986 live in Nashville aufgenommen. Und man hört, daß Reggae sogar mit den Instrumenten des Bluegrass harmonisiert: Dobro und Mandoline liefern den Soundtrack für eine leise Reise von Jamaika nach Tennessee.

 

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