OJOS DE BRUJO

Girando Bari (DVD)

EXIL 7913-8 LC 08972 VÖ:19.9.2005 DISTRIBUTION:INDIGO

Wie ein Donnerschlag krachte es in die deutsche Weltmusiklandschaft, als wir im Frühjahr 2004 das fulminante zweite Album der OJOS DE BRUJO in unseren Katalog aufnahmen. Damals waren die katalanischen Zauberer gerade frisch mit dem BBC World Music Award gekürt worden - und das Lauffeuer der Begeisterung über diese wilden Acht war dabei, sich ungebremst über Europa, ja die ganze Welt zu verbreiten. Ganz neue Farben gewann das Mestizo-Genre mit diesem Flamenco-HipHop-Hybrid aus Barcelona. Glücklich die wenigen Aficionados, die eine Ojos-Show in Deutschland live miterleben konnten, denn auf der Bühne entwickelt sich der originelle Stil der Band zu einem noch explosiveren Zündstoff. Gerade erst haben sie das wieder während einer hitzigen Nacht beim Stimmen-Festival in Lörrach bewiesen.

Für alle, die noch kein livehaftigen Augen- und Ohrenzeugen sein konnten, gibt es jetzt weit mehr als ein Trostpflaster. Girando Barí protokolliert all das, was die Ojos De Brujo in der Zwischenzeit auf diesem Planeten so getrieben haben. Dabei wurde an technischem Aufwand nicht geknausert. Die grandiose Tonspur des 94minütigen Konzerts stammt von einem Heimspiel, das an einem denkwürdigen 6.November 2004 über die Bühne des Razzmatazz zu Barcelona ging. Die Bilder dazu wurden aus nicht weniger als 45 Konzerten hineinsynchronisiert: Sequenzen aus Madrid und Sevilla, aus New York, Chicago und L.A. sind genauso verewigt wie die Performances in Moers, Berlin, Budapest, Roskilde und Havanna. Fesselnd, fantastisch, fulminant - sprachlos lässt einen der Genuss zurück:

Ein sphärisches Intro leitet über zum rasanten Geflecht aus Perkussion, Bass und Pankos DJ-Pult, die liebreizende und doch feurige Eli Belmonte liefert Flamenco-Flair dazu. Unvermittelte Rap-Ausbrüche in "Naita" und ein teuflischer Perkussions-Wettstreit von Xavi Turull, Maxwell Right und Sergio Ramos blinken als weitere Highlights, genau wie die Funkenflüge über die Gitarrensaiten von Ramón Giménez und Paco Lomeña. Ein zungenfertiges Duell zwischen Right und Marina Abad im epischen "Zambra" steigert die Euphorie. Und diese Marina! Die Sängerin, die wie keine andere die Bandphilosophie der Ojos verkörpert, schwirrt immer wieder mit ihrer charismatischen Vokalpräsenz betörend zwischen Indien, Orient und Katalanien umher. Ein wahrer Turbo-Funk mit großartigem Bass-Solo von Javi Martín und die anschließende Rumba-Party mit Animator DJ Panko krönen das schweißtreibende Geschehen.

Als Bonitäten liefern die Barcelonenser gleich noch ihre spannendsten Videoclips mit: Da ist das funkige "Tahitá", über den Dächern der Stadt taumelnd aufgenommen, das balladeske "Ley Del Gavedad", ein Kleinod der animierten Videokunst, das düstere "Kien Engaña No Gana" und die unverblümten politischen Untertöne des Schwarz-Weiß-Comics von "Tiempo De Soleá". In weiteren Extras lauern ein Interview mit den Performancekünstlern von ONG und ein einstündiges filmisches Logbuch über die Ereignisse hinter den Kulissen dieser atemlosen Welttournee..

Fast vier Stunden Ojos De Brujo hautnah: Das dürfte die Wartezeit auf das dritte Studioalbum (Anfang 2006!) wirksam verkürzen!

 

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