Putumayo Presents:

Sing Along with Putumayo

EXIL 3300-2 / LC 08972 / VÖ: 22.3.2004 / DISTRIBUTION: INDIGO

 

Eine Platte mit fröhlichen Mitsingliedern für Kinder – und das im Zeitalter gestylter Jugendstars und einem Überangebot an elektronischen Spielwaren für Kids? Ein Bedarf nicht nur nach musikalischer Berieselung , sondern eigener Betätigung, verbunden mit sozialer Nestwärme ist auch in der Handy- und Internet-Ära ungebrochen, das zeigt sich hierzulande nicht zuletzt am nachhaltigen Erfolg eines Rolf Zuckowski. In Amerika können die Kinderlieder aus einem breiten Spektrum an traditionellen Wurzeln schöpfen: Folk, Blues und Country, karibisches und mexikanisches Flair – all das fließt in die Volksmusik der kleinen Menschen ein. Etliche Künstler, unter ihnen so prominente Namen wie Arlo Guthrie, veröffentlichten Alben mit Kinderliedern, Leute wie Dan Zanes oder David Weinstone kreieren spielerische musikalische Erziehungsprogramme, die landesweiten Erfolg haben. Andere Stars nehmen auf ihren CDs gerne mal ein umarrangiertes Traditional auf, das von Alt wie von Jung mitgesungen werden kann. Auf Sing Along with Putumayo stellen die New Yorker vor und geht damit bereits in die sechste Runde der erfolgreichen "Kinderecke".

 

Passend zum Thema geht es mit einem Familiengeschichte los: ARLO GUTHRIE stimmt einen Song an, den sein Vater Woody, die fahrende Folklegende Amerikas schlechthin, geschrieben und ihm schon im Kindesalter beigebracht hat. 1967 trat der Sohnemann in Daddys berühmte Fußstapfen. Er war einer der Folkstars der Woodstock-Festivals und spielte immer wieder mit der Crème de la Crème der US-Szene, darunter sein Freund und Mentor Pete Seeger. In den Neunzigern kaprizierte er sich mit eigenem Label auf klassische Cowboy-Songs, wirkte als Schauspieler in der Serie "The Byrds Of Paradise" und veröffentlichte das grammy-nominierte Werk Woody’s 20 Grow Big Songs. Von diesem wunderbaren Kinderlieder-Album stammt auch "Bling-Blang".

Mit sage und schreibe drei Jahren begann die musikalische Laufbahn der Mandolinistin, Fiddlerin und Sängerin RHONDA VINCENT aus Missouri in der Bluegrass-Band ihrer Familie. Mit den Sally Mountain Singers nahm sie im Laufe von 20 Jahren 8 Platten auf, wurde dann Ende der Achtziger mit einer Solokarriere flügge. Country- und Bluegrass-Stars wie Dolly Parton, Randy Travis and Alison Krauss schätzten allesamt das Talent der jungen Rhonda und kollaborierten mit ihr im Studio. Im neuen Millennium räumte sie in drei aufeinander folgenden Jahren den Female Vocalist of the Year-Preis der International Bluegrass Music Association ab. 2001 gastierte sie mit "Bananaphone" auf dem Album "Country Goes Raffi", auf dem ver-schiedene Interpreten den Songs des bekannten kanadischen Entertainers Raffi Cavoukian einen Country-Schliff verpasst haben. Raffi ragt als einer der wichtigsten Anwälte der Kinder in Amerika heraus, veröffentlichte zahlreiche CDs, Bücher und Videos für die Jüngsten und gilt als der "childrens’ troubadour".

TIM O’BRIEN aus West Virginia ist seit vielen Jahren eine feste, US-weit bekannte Bluegrass-Größe. Mit seiner legendären Band Hot Rize, die über eine Dekade bestand, begann der Mandolinist, Gitarrist und Fiddler seine Karriere, später duettierte er mit Country-Star Kathy Mattea und gründete seine eigene Band, die O’Boys. Deren Alben wurden u.a. von Amerikas berühmtesten Dobro-Virtuosen Jerry Douglas produziert. Für "Red On Blonde" (1996) hat sich Bob Dylan-Fan O’Brien ganz dem Covern seines Idols verschrieben und den alten Folksongs eine muntere Bluegrass-Tönung verpasst, darunter dem eher selten gespielten skurilen "Man Gave Names To All The Animals", in dem eine witzige Theorie über die Entstehung der Tiernamen ausgebreitet wird..

"Der älteste Teenager der Welt" – so nannte sich der im Dezember 2001 verstorbene Bluesman RUFUS THOMAS noch im hohen Alter. Man merkt es seiner funkigen Version von "Old MacDonald Had A Farm" an, dass der alte Herr stets zu Scherzen aufgelegt war. Sieben Dekaden umspannt seine Karriere, während der gesamten Zeit blieb er Memphis treu und wurde zum musikalischen Botschafter der Stadt. In den Vierzigern verhalf er bei der ersten von Schwarzen gesteuerten Radiostation als DJ späteren Größen wie B.B.King oder Ike Turner zum Durchbruch. Er war bei den Anfangstagen von Sun Records, dem Elvis Presley-Label, dabei und spielte auf dem Blueslabel Stax Records eine tragende Rolle. In den späten Achtzigern gelang ihm auf Alligator Records ein Comeback.

L.A. gilt nicht gerade als das Epizentrum des Blues-Zirkels, doch einer seiner größten Neuentdeckungen stammt hierher. Kevin Moore, wie KEB’ MO ursprünglich hieß, wuchs hier mit Folk, Gospel, Soul und Latin Jazz auf. Sie gilt heute jedoch dem klassischen Blues, seine Passion, die er durch ein Treffen mit der Mississippi-Legende Eugene Powell und durch die Mitwirkung bei einem Dokumentarfilm über Robert Johnson vertiefte. In den Neunzigern wurde er schließlich auch einem europäischen Publikum bekannt, das seine Perspektive goutierte, Blues mit einem Pop- und Songwriter-Ansatz zu verbinden. Die Friedenshymne "Love Train" von den O’Jays stammt aus seinem Album Big Wide Grin, auf dem er ein persönliches Spektrum von Cover-Versionen ausbreitet.

TAJ MAHAL ist ein wahrer Allround-Meister und wandelndes Lexikon der rootsigen Stile des schwarzen Amerikas. Bei vielen Größen aus dem Delta hat der Sohn eines karibischen Vaters und einer afro-amerikanischen Mutter den Rural Blues gelernt, aber auch Globales von Reggae bis hin zu Zydeco und hawaiianischer Musik ausgelotet. Seine musikalischen Partnerschaften reichten dabei von Indien bis Mali. Für "Don’t Push Me Down" macht er sich ein relaxtes Reggae-Feeling für einen Song aus Woody Guthries Feder zu eigen: Die Zeilen stehen für gegenseitigen Respekt und fordern auf, sich zu wehren, wenn jemand dir auf den Schlips tritt.

Die Texanerin ROSIE FLORES zählt zu den Künstlern, die in Europa größeren Zuspruch erfahren als in ihrer Heimat. Als Mitglied in verschie-denen Psychedelic- und Punkbands mit so klingenden Namen wie Penelope’s Children oder The Screaming Sirens füllte sie die frühen Tage ihrer Laufbahn. Ihr Schwenk zum Country erfolgte Mitte der Achtziger, ihr erstes Album für Reprise wurde von Dwight Yoakam produziert. Als Leadgitarristin für Butch Hancock unternahm sie 1994 eine Europa-Tournee. Ihre neueren Platten sind von einer bezwingenden Mixtur aus Rockabilly, der Les Paul-Nostalgie und zeitgemäßem Country-Pop geprägt, wie auch auf dem Muntermacher "Red, Red Robin" zu hören ist.

Ehemals agierte er in der legendären Rock’n Roll-Band Del Fuegos, danach erfand sich DAN ZANES neu und lieferte etliche Alben mit akustischer, handgemachter Musik für Kinder ab. "Ich fahre auf diesen Sound ab, der die rauhe Spontaneität des frühen Rock’n Roll, die handgemachten Traditionen des amerikanischen Folk und die seelenvollen Atem der karibischen Musik besitzt", sagt er zu seinem neuen Programm. Mit Mandoline, Banjo, Harmonica, Autoharp und E-Gitarre kreierte er in Brooklyn eine Sing Along-Show, die enthusiastische generationenübergreifende Reaktionen hervor-gerufen hat. Lou Reed, Deborah Harry oder Sheryl Crow gehören zu den Prominenten, die diese neue Facette von Zanes, hier repräsentiert durch die Melodie "Bushel And A Peck" aus dem Broadway-Musical "Guys And Dolls", musikalisch bereichert haben.

Ebenfalls aus N.Y. kommt die wundersame Welt des DAVID WEINSTONE und seiner MUSIC FOR AARDVARKS & OTHER MAMMALS ("Musik für Erdferkel und andere Säugetiere"). Eines der populärsten Kinderlieder-Projekte in den USA entsprang 1997 dem Kopf des erfolglosen Punkrocker, als er seinem 18 Monate alten Sohn ein Schlaflied vorsang. Sein Musik-unterricht, an dem Kinder mit ihren Eltern teilnehmen und der stets in vergnügten Jam-Sessions endet, ist landesweit beliebt geworden, sowie seine spaßigen Song-Miniaturen über Bagels, U-Bahnen, Spielplätze, Geburtstage und Schlafengehen. Der schlichte "Bellybutton Song" vermittelt einen launigen Eindruck von Weinstones Arbeit.

Er schaute schon auf Putumayos aller erster Kinderplatte WORLD PLAYGROUND vorbei und brachte den Kleinen den Blues nahe: ERIC BIBB, ein Youngster aus der großen Familie der US-Blueser orientiert sich am viel-farbigen, globalen Konzept eines Taj Mahal und lebt seit langem in Europa, wo er den British Blues Award gewinnen konnte. In der Alten Welt erforscht er die tiefgreifenden Verbindungen zwischen afrikanischer Musik und Blues und entwickelte einen ganz eigenen Stil, der Folk- und vor allem Gospel-Elementen Einlass gewährt. Für Sing Along hat er sich ein 150 Jahre altes Spiritual ausgewählt, das sich auch in unseren Breiten immenser Beliebtheit erfreut: "Michael Row The Boat Ashore" entstand unter den Sklaven der Georgia Sea Islands als Arbeitslied, das ihnen half, beim Übersetzen von Insel zu Insel den Rhythmus des Ruderns in Einklang zu bringen.

Das Ehepaar ELIZABETH MITCHELL und DANIEL LITTLETON aus New York City gründete 1992 die vierköpfige Band IDA, die sich durch ihr intimes Songwriting, reduzierte Arrangements und bezaubernden mehrstimmigen Gesang hervortat. Auf den zwei Alben "You Are My Flower" (vom Boston Phoenix zum "Childrens’ Album of the Year" erkoren) und "You Are My Sunshine" haben die beiden diese introspektive Atmosphäre auf ein querbeetiges Kinderlied-Repertoire übertragen. Das Titelstück aus der neueren der beiden CDs ist eine wunderbar zarte Adaption des berühmten Country-Klassikers von Jimmie Davis, der erstmals 1940 aufgenommen wurde.

GUY DAVIS hat sich in den Neunzigern zu einem der führenden Vertreter der Acoustic-Blues-Bewegung gemausert. Als Sohn der berühmten Schauspieler Ruby Dee und Ozzie Davis hat er die Liebe für die Bühnen-bretter in seinen Genen: In seiner Karriere verquickte er immer wieder Musik und Schauspiel, wie etwa in dem Robert Johnson-Tribut "Trick The Devil" oder seinem Ein-Mann-Programm "In Bed With The Blues". Mit "I Will Be Your Friend" , einem banjo- und akkordeongestützten Old Timey-Rundgesang, vermittelt er generationsübergreifend Blues und Folk.

Die verschiedenen Playground-CDs und die globale Zusammenstellung von Wiegenliedern auf Dreamland ergänzt Putumayo nun durch diese fröhliche Mitmach-Zusammenstellung für Eltern und Kinder. Ob im Blues-, Country- oder Reggaekostüm, ob mit zarten Gesangsharmonien oder packendem Funkarrangement, die Verständigung zwischen Jung und Alt funktioniert hier spielerisch und spielend.

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