Exil Musik presents

AFRICANDO

LIVE

EXIL 0543-2 | LC 08972 | VÖ: 12.11.2001 | DISTRIBUTION: INDIGO

... fast ein Best-Of-Album der famosen Afro-Salsa-Bigband!

Mit einem Feuerwerk interkontinentaler Latino-Rhythmen startete das Weltmusik-Jahr 2001: Das atemberaubende Album Betece der multinationalen Afro-Salsa-Truppe Africando besetzte nicht nur ein halbes Jahr lang den Spitzenplatz der deutschen Salsa-Charts, es hielt sich auch volle drei Monate auf der Pole Position der World Music Charts Europe. Nie zuvor hatten sich Afrika und die Karibik, seit Jahrzehnten salsatechnisch verbunden, zu einem derart mitreißenden Gipfeltreffen vereinigt. Und daran hatten nicht nur eingeladene Megastars wie Lokua Kanza und Salif Keita erheblichen Anteil, sondern auch die pure Spielfreude der Kernbesetzung aus Mali, dem Senegal, Puerto Rico, Haiti, New York... Und die sorgt jetzt für Nachschub:

Kaum ist der umjubelte Konzertsommer der Bigband mit Auftritten (u.a. beim Würzburger Afro-Festival, den Stimmen Lörrach und dem Berliner Tempodrom) vorüber, warten die globalen Salseros um Mastermind und Arrangeur Boncana Maiga mit ihrem allerersten Live-Album auf. Das zeichnet anhand der Dokumentation von Auftritten (u.a. im Pariser Musiktempel "Zenith") gleich auf zwei Scheiben die mitreißendsten Momente ihrer Tour 2001 nach: 16 Salsa-Perlen, die sich zugleich wie ein Best of-Kompendium aus der Karriere-Dekade der erfolgreichsten Afro-Latin-Combo aller Zeiten anhören.

Ronnie Baro, Salsa-Topstar aus dem Big Apple und Produzent von Marc Anthony und La India, croont in einer zündenden Version das Titelstück des Africando-Debuts Trovador (1993). Durch "Gouye Gui" ist ein weiterer Klassiker des Erstlings vertreten, die Vocals übernimmt hier Ex-Orchestra Baobab-Mitglied Medoune Diallo aus der Gründungsriege von Africando. Mit "Yaye Boy" packen die All Stars ihren unbestrittenen Hit aus dem Nachfolge-Album Tierra Tradicional(1994) aus: schneidende Bläserfanfaren und wiederum Baros raue Leadvocals prägen das Stück, das schon während des senegalesischen Cuba-Booms von den legendären Number One De Dakar zu hören war.

Sehr schwarzafrikanisch geprägt, mit Balafon-Unterstützung von Adama Condé auf "Apollo", eröffnen die Herren den Reigen der Live-Interpretationen von Titeln aus dem Album Gombo Salsa(1996). Hier brilliert der nun zur Stammbesetzung zählende Sekouba Bambino aus dem Senegal. Vier weitere Tracks untermauern die unerhörte Farbigkeit dieses dritten Africando-Werks: Fette Bläsersätze in "Dagamasi", tranceartig kreisende Montunos und ein Hauch von Cumbia in "Colombia Mi Corazon", gepflegter Cha-Cha-Cha aus der Kehle des Haitianers Shoubou auf "Gros Mwin" und schließlich "La Musica En Vérité", ein Paradestück für einen der wichtigsten Frontmänner der neueren Africando-Phase, Gnonnas Pedro aus Benin, das außerdem mit einem furiosen Percussion-Intermezzo aufwartet. Pedro stellt mit "Irma Koi" darüber hinaus eine außergewöhnliche Nummer aus seinem eigenen Repertoire vor, die nie zuvor von Africando eingespielt wurde und sich durch eine stark rituelle, afro-kubanische Färbung im Mittelteil abhebt.

Das Baloba-Album von 1998 leitete schließlich, nicht zuletzt wegen der Salsa-Adaption von Khaleds "Aïcha", den weltweiten Ruhm der Band ein. Mit "Katiana" und dem erfrischend-heiteren "Dalaka" präsentiert die Combo zwei weitere Juwelen dieses Bestsellers.

Und schließlich die noch frisch in den Gehörgängen lauernden Tunes aus der aktuellen CD

Betece: Stimmgewaltig in höheren Lagen zeigt sich Africando-Neuling Bally Spinto in "Naliye Gnimo", mit viel elegantem Schmelz in der Stimme greift Medoune Diallo nochmals "Mandali", den Opener des Albums auf, und von den Live-Qualitäten des Debutanten Amadou Balake von der Elfenbeinküste kann man sich im mitreißenden Titelstück überzeugen, verfeinert durch ein unglaublich scharfes Trompetensolo. Um dies alles noch zu toppen, stürmen keine Geringeren als Lokua Kanza und Koffi Olomide zum großen Finale "Doli Doli" die Bühne.

Im Backing setzt sich das grenzüberschreitende Konzept der Band nahtlos fort: zehn brilliante Musiker aus Kuba, Frankreich, Martinique, Guadeloupe und Nicaragua harmonieren in perfekt aufeinander eingespielter Manier. Besondere Erwähnung verdienen der würzige Trompetensatz des Franzosen Guillermo Fellove und des Nicaraguaners Miguel Gomez sowie die insistierende Rhythmik des Pianos von Bibi Louison aus Martinique.

Africando Live ist ein unvergleichliches Tondokument der Salsa Africana-Formation Nummer Eins, das just im Moment ihres schöpferischen Zeniths aufgefangen wurde.

 

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